Ulrichswoche 2019

„Ich will hören was Gott redet“

Liebe Schwestern und Brüder!

Ganz herzlich möchte ich Sie alle in unserem weiten Bistum Augsburg zur diesjährigen Ulrichswoche nach Augsburg einladen! Schauen wir gemeinsam auf unseren großen Bistumspatron. Lassen wir uns von seinem Leben inspirieren auf dem je eigenen Weg der Heiligkeit, der oft von so vielen Schwierigkeiten bedroht zu sein scheint. Der heilige Ulrich als unser Bistumsheiliger sei uns Vorbild im Glauben und im Gebet.

Zahlreiche Legenden, die sich um die Vita des Heiligen spannen, laden dazu ein, sich mit dem Leben dieses großen Bischofs zu beschäftigen. Nur eine davon ist der Bericht darüber, dass der Heilige gerne das Reisen auf seinem Ochsenkarren bevorzugt habe, um fernab des Geschwätzes seiner Reisebegleiter in Ruhe beten zu können.

Was aber ist Beten eigentlich? Mit Søren Kierkegaard können wir sagen, dass Beten Hören ist. Nichts anderes möchte das Leitwort der diesjährigen Ulrichswoche zum Ausdruck bringen: „Ich will hören, was Gott redet“ (Ps 85,9). So lade ich Sie ein, miteinander in der Gemeinschaft unseres Bistums Augsburg diese Ulrichswoche als Gelegenheit zu nutzen, im gemeinsamen Beten darauf zu hören, was Gott und wie Gott redet.

Denn nur in der Haltung des Gebets können wir Gottes Wort in uns aufnehmen und wirken lassen, auf dass es Frucht bringe. Der heilige Ulrich sei uns hierfür Fürsprecher und lebendiges Beispiel.

Auf die Fürsprache des heiligen Ulrich wünsche ich Ihnen Gottes reichen Segen!

Ihr


Dr. Konrad Zdarsa
Bischof von Augsburg

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Hl. Ulrich

Das Ulrichskreuz

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Mittwoch, 3. Juli

Erhebung des Ulrichschreins
Tag des gottgeweihten Lebens

15.00 Treffen, Impuls und Austausch der Ordensleute
und geweihten Jungfrauen im Kolpingsaal
mit Kardinal João Braz de Aviz, Kongregation
für die Institute geweihten Lebens und für die
Gesellschaften apostolischen Lebens, und der
Gruppe „Miteinander der Orden“, Ottmaring
 
18.00 Pontifikalvesper
mit Bischof Dr. Konrad Zdarsa,
dem Domkapitel und den Ordensleuten
zur Eröffnung der Ulrichswoche mit Erhebung
des Ulrichschreins

Musikalische Gestaltung:
Schola der Augsburger Domsingknaben
und Ulrichsbläser

 

Donnerstag, 4. Juli

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Donnerstag, 4. Juli

Hochfest des Hl. Ulrich, Bischof von Augsburg,
Patron des Bistums Augsburg

10.00 Pontifikalamt zum Hochfest des hl. Ulrich
Zelebrant: Bischof Dr. Konrad Zdarsa
mit dem Domkapitel

Musikalische Gestaltung:
MISSA IN C KV 257 GROSSE CREDOMESSE
von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Augsburger Domsingknaben und Domorchester
Leitung: Domkapellmeister Reinhard Kammler


12.00 Hl. Messe am Ulrichsaltar
Einzelsegen mit dem Ulrichskreuz
 
14.00 Gottesdienst mit der Kath. Jugendfürsorge
Zelebrant: Domkapitular Armin Zürn
 
18.00 Heilige Messe
um geistliche Berufungen und
eucharistische Anbetung
Zelebrant: Domvikar Dr. Florian Markter
 

Beichtgelegenheit von 09.00 Uhr bis 10.00 Uhr
und 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr
 

Mittwoch, 3. Juli Freitag, 5. Juli

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Freitag, 5. Juli

07.00 Hl. Messe mit dem Priesterseminar
Zelebrant: Subregens Albert Wolf
 
08.00 Hl. Messe mit dem Diözesan- und
Kreiscaritasverband Augsburg
im Hochchor der Basilika
Zelebrant: Prälat Karl-Heinz Zerrle
 
12.00 Hl. Messe am Ulrichsaltar
Einzelsegen mit dem Ulrichskreuz
 

TAG DER EHEJUBILARE

13.15 Kurzführung in der Basilika St. Ulrich und Afra,
anschließend kleines Orgelkonzert
 
14.00 Pontifikalamt mit den Ehejubilaren
anschließend Einzelsegnung der Paare
Zelebrant: Weihbischof DDr. Anton Losinger
 
15.30 Festlicher Nachmittag der Ehejubilare
im Haus St. Ulrich
 
19.00 Ökumenischer Gottesdienst
der beiden Ulrichsgemeinden in der
evangelischen Ulrichskirche
 

Beichtgelegenheit von 11.30 bis 12.00 Uhr
 

Donnerstag, 4. Juli Samstag, 6. Juli

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Samstag, 6. Juli

 

08.30 Wallfahrtsmesse des Dekanats Augsburg I, der
Augsburger Stadtpfarreien und
der Fußwallfahrer aus Krumbach

DIÖZESANER MINISTRANTENTAG –
„PART OF HIS PLAN”

10.00 Prozession der Ministranten vom Hohen Dom
durch die Augsburger Innenstadt zur Basilika
St. Ulrich und Afra
 
11.00 Jugendgottesdienst mit den Ministranten,
musikalische Gestaltung durch den „Rom-Chor“
der Ministrantenwallfahrt unter Leitung von
Robert Haas
Zelebrant: Weihbischof DDr. Anton Losinger
 
15.00 Wallfahrtsgottesdienst der Radwallfahrer
der Dekanate Dillingen, Donauwörth
und Nördlingen
Zelebrant: Bischofsvikar Dr. Bertram Meier
 
19.00 Hl. Messe mit den geistlichen
Jugendgemeinschaften des Bistums
Zelebrant: Weihbischof Turnovszky
Anschließend Nightfever mit Anbetung,
Gesang, Gesprächs- und Beichtmöglichkeit
 
23.00 Komplet
 

Beichtgelegenheit von 9.30 Uhr bis 10.00 Uhr
Ab 20.00 Uhr im Rahmen von Nightfever
 


Freitag, 5. Juli Sonntag, 7. Juli

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Sonntag, 7. Juli

 

08.00 Hl. Messe am Ulrichsaltar
Einzelsegen mit dem Ulrichskreuz
 
10.30 Gottesdienst der Nationen
Zelebrant: Domkapitular Dr. Alessandro Perego
 
18.30 Wallfahrtsgottesdienst der Benediktinerabtei
St. Stephan und des Gymnasiums
bei St. Stephan in Augsburg
Zelebrant: Abt Theodor Hausmann OSB
 

Beichtgelegenheit 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr
 

Samstag, 6. Juli Montag, 8. Juli

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Montag, 8. Juli

 

08.00 Hl. Messe am Ulrichsaltar in der
außerordentlichen Form des Römischen Ritus
Einzelsegen mit dem Ulrichskreuz
 
10.00 Pontifikalamt für Dekanats- und
Pfarreiwallfahrten aus dem Bistum
Zelebrant: Weihbischof Florian Wörner
 
12.00 Hl. Messe am Ulrichsaltar
Einzelsegen mit dem Ulrichskreuz
 
14.00 Andacht der Pfarrhausfrauen am Ulrichsaltar
mit geistl. Beirat Pfr. Thomas Gerstlacher
 
16.00 Ikonen betrachten und beten
in der Bartholomäuskapelle
 
19.00 Hl. Messe mit der Bewegung Pax Christi und
der franziskanischen Gemeinschaft
 
21.00 Taizé-Gebet im Hochchor der Basilika
 
19.00 24-Stunden-Wallfahrt zum Männergottesdienst,
Start um 19.00 Uhr mit einer Hl. Messe in der
Kapuzinerkirche in Türkheim mit anschließender
Segnung und Aussendung zur Männerwallfahrt
 

Beichtgelegenheit von 9.00 Uhr bis 10.00 Uhr

Sonntag, 7. Juli Dienstag, 9. Juli

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Dienstag, 9. Juli

10.00 Hl. Messe für die ältere Generation
mit Krankensegnung
Zelebrant: Bischofsvikar Dr. Bertram Meier
Musikalische Gestaltung:
Schülerblasorchester St. Ottilien

 
11.15 Mittagsgebet mit Menschen in Not
mit Sr. Elisabeth Mack OSF
 
12.00 Hl. Messe am Ulrichsaltar
Einzelsegen mit dem Ulrichskreuz
 
12.00 Mittagessen für Menschen in Not
im Pfarrheim St. Ulrich und Afra
 
14.00 Hl. Messe mit den Einrichtungen
der Behindertenhilfe
Zelebrant: Diözesan-Caritasdirektor
Dr. Andreas Magg
 
19.30 Männerwallfahrt
vom Dom zur Basilika St. Ulrich und Afra
 
20.00 Pontifikalamt zur Männerwallfahrt
Zelebrant: Weihbischof Florian Wörner
 

Beichtgelegenheit von 9.00 bis 10.00 Uhr
 

Montag, 8. Juli Mittwoch, 10. Juli

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Mittwoch, 10. Juli

 

05.30 Frauenwallfahrt
vom Dom zur Basilika St. Ulrich und Afra
 
06.00 Heilige Messe zur Frauenwallfahrt
Zelebrant: Generalvikar Harald Heinrich
 
08.15 Ökumenischer Schulgottesdienst
mit Ulrichsspiel
(Grundschule vor dem Roten Tor)
 
10.00 Pontifikalamt mit den Schulen des Schulwerks
Zelebrant: Weihbischof Florian Wörner
Gestaltung: Marien-Gymnasium, Kaufbeuren
 
12.00 Kinderwallfahrt der Katholischen
Kindertagesstätten
Zelebrant: Bischofsvikar Dr. Bertram Meier
 
18.00 Hl. Messe zum Abschluss der Ulrichswoche mit
Reponierung des Ulrichschreins
Zelebrant: Pfr. Christoph Hänsler
Musikalische Gestaltung:
Anton Bruckner: Te Deum
Basilikachor, Orchester und Solisten
Leitung: Peter Bader

 

Beichtgelegenheit von 17.00 bis 18.00 Uhr
 

Dienstag, 9. Juli

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Dienstag, 10. Juli

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Das Ulrichskreuz

Zur Geschichte des Ulrichskreuzes

Nach alter Überlieferung hat der hl. Ulrich 954 bei einem Papstbesuch in Rom ein Teilchen vom Kreuze Christi bekommen, das er fortan als Brustkreuz bei sich trug. Es wurde ihm bei seinem Tode 973 mit ins Grab gegeben, 210 Jahre später bei der ersen Öffnung der Grabstätte gefunden und entnommen. Den glücklichen Ausgang der Lechfeldschlacht von 955 brachte man mit dem Gebet des Heiligen und dem Segen seines Kreuzes in Verbindung.

Als man die Kreuzreliquie im 14. Jahrhundert in ein kleines kreuzförmiges Gehäuse einschloss, versah man es nicht nur mit einer kunstvollen Astkreuzdarstellung, sondern rückseitig mit dem Hinweis „Crux victorialis sancti udalrici epi aug“, d. h. „Siegendes Kreuz des hl. Ulrich, des Bischofs von Augsburg“. Das kleine vergoldete und emaillierte Silbergehäuse wurde Ende des 15. Jahrhunderts einem äußerst kostbaren zweiten Goldgehäuse anvertraut, das 12,5 cm hoch und dreimal größer ist als das innere Behältnis. Es wurde mit Edelsteinen reich verziert und sollte Kostbarkeit und Reichtum des erlösenden Kreuzes zum Ausdruck bringen. Das im Jahre 1494 vergoldete große Gehäuse nennt in der Bodenplatte Nikolaus Seld als seinen Meister.

Mit seinen beiden Fassungen wird das Ulrichskreuz bei festlichen Gelegenheiten in einem besonderen Ostensorium gezeigt und bei Prozessionen mitgeführt.

Die Benediktiner von St. Ulrich und Afra in Augsburg gaben Nachbildungen des Ulrichskreuzes als Wallfahrtsandenken aus. Sie wurden vorher an der Kreuzreliquie berührt und den Leuten als Berührungsreliquie mitgegeben. Diese wollten den Segen des Ulrichskreuzes mitnehmen, ihn ihren Angehörigen und sich selbst in Haus und Hof weitergeben.

Dieser Brauch wurde wieder aufgegriffen, als Bischof Joseph Freundorfer im Jahre 1955 die Ulrichswoche ins Leben rief und damit die Ulrichswallfahrt wiederbelebte. Seitdem werden auch wieder Ulrichskreuze geprägt, die sich in ihrer äußeren Form an das Gehäuse anlehnen, in dem seit dem 14. Jahrhundert das eigentliche Ulrichskreuz verwahrt wird. Neben dem Astkreuz erscheinen dabei auf der Vorderseite auch andere Motive, die sich in der Regel auf besondere Gedenktage der Diözese Augsburg beziehen, wie etwa auf Jubiläen der hl. Afra oder des hl. Simpert. So ist das Ulrichskreuz nicht nur Brücke zur Vergangenheit, sondern auch Zeitdokument und damit ein Hinweis, dass das Kreuz Christi auch für uns Bedeutung hat.

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Hl. Ulrich

Hl. Ulrich

890 als Sohn einer in Wittlingen ansässigen Adelsfamilie geboren, erhielt Udalrich (reich an väterlichen Erbe) seine Ausbildung in St. Gallen. 923 zum Bischof bestellt, leitete er 50 Jahre lang vorbildlich das Bistum Augsburg. Seine Hauptsorge galt dem Welt- und Ordensklerus, der würdigen Feier der Liturgie und dem Dienst an den Armen und Bedürftigen. Untrennbar ist sein Name durch die Verteidigung Augsburgs gegen die Ungarn im Jahr 955 mit der Geschichte verbunden. Er zählt zu den führenden Bischofsgestalten des 10. Jahrhunderts. 993 wurde Ulrich, dessen Verehrung unmittelbar nach seinem Tod am 4. Juli 973 einsetzte, als erster in förmlicher Kanonisation heiliggesprochen. Sein Grab befindet sich in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg.




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